Unterwegs mit Bauleiter Cyrill Andermatt

 

Es ist Montagmorgen und Cyrill Andermatt macht gerade seinen morgendlichen Rundgang durch die Baustelle. Das Neubauprojekt Zentrum Seegarten in Schmerikon schliesst in den kommenden Tagen mit dem Rohbau ab. Es ist Andermatts erstes Projekt als Bauleiter. «Auf dem Bau habe ich mich schon immer Zuhause gefühlt», sagt der 39-Jährige. In seiner beruflichen Laufbahn gab es auch nie etwas anderes: Nach der Lehre als Maurer, folgten 13 Jahre als Polier.

Als Polier wollte Andermatt aber nicht alt werden. Mit den Jahren wuchs das Bedürfnis nach einer beruflichen Herausforderung. «Zwar suchte ich nicht aktiv nach einer neuen Stelle, ich war aber bereit, sollte sich etwas ergeben.» Und so kam es auch: An einem Hockeymatch der Rapperswil-Jona Lakers traf Andermatt zufällig auf seinen ehemaligen Arbeitskollegen Renato Seeholzer. Die Beiden hatten damals die Lehre im gleichen Betrieb absolviert. «Er hat mir erzählt, wie er bei der WG Immobilien AG vom Polier zum Bauleiter umsteigen konnte.» Ein paar Wochen später folgte dann die Chance denselben Weg einzuschlagen. «Da musste ich nicht zweimal überlegen», meint Andermatt. 

Mittlerweile ist Cyrill Andermatt im Haus C, dem Hintersten der fünf Mehrfamilienhäuser, angekommen. Auf dem Dach wird er von den Lüftungsmonteuren erwartet. Bevor das Dach mit Kies gefüllt und schliesslich bepflanzt werden kann, werden nun noch die letzten Arbeitsschritte besprochen. «Einige Unternehmen haben wegen den Sommerferien einen Personalengpass», erklärt Andermatt. Das führe zu Verzögerungen. Diese wären aber normal und wurden im Bauprogramm berücksichtigt.

Das Kontrollieren der Terminfristen gehört zu den Hauptaufgaben als Bauleiter, erklärt Andermatt. «Nicht auf alle Unternehmen ist Verlass. Falls die Arbeiten nicht termingerecht fertig werden, ist es meine Aufgabe das in Ordnung zu bringen.» Bis jetzt sei er aber mit den Unternehmern in Schmerikon zufrieden. «Allgemein ist die Rohbauphase reibungslos abgelaufen» sagt Andermatt.

Andermatt steigt das Dachgerüst hinunter. «Ich muss noch zum Malermeister», sagt er eilig. Der Terminkalender ist voll. Später wird er noch die Fassaden zweier Häuser abnehmen müssen. Auf dem Weg ins Untergeschoss wird er von einem weiteren Arbeiter unterbrochen und verschwindet schon wieder hinter der nächsten Mauer. Und wieder werden Fragen beantwortet, notiert und Anweisungen gegeben. Es scheint, als hätte Cyrill Andermatt nie etwas anderes gemacht. 

Cyrill Andermatt (rechts) bespricht das weitere Vorgehen mit den Arbeitern auf dem Dach.

Der Rohbau kurz im Juli 2019.